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27. Psychologie der Arbeitssicherheit

Begriffsbestimmungen, Zielsetzungen und Maßnahmen des betrieblichen Arbeitsschutzes - Konzepte und Modelle sicherheitskritischen Verhaltens - Systemsicherheit und Sicherheitskultur

In Kürze


  • 27.1 Begriffsbestimmungen, Zielsetzungen und Maßnahmen des betrieblichen Arbeitsschutzes
    • 27.1.1 Ermittlung und Analyse der Gefahren
    • 27.1.2 Planung und Durchführung von Maßnahmen
  • 27.2 Konzepte und Modelle sicherheitskritischen Verhaltens
    • 27.2.1 Individuelle Einflussfaktoren sicherheitskritischen Verhaltens
    • 27.2.2 Organisationale Einflussfaktoren sicherheitskritischen Verhaltens
    • 27.2.3 Erkennen von Gefahren und Risikoverhalten
    • 27.2.4 Psychologische Modelle fehlerhaften Handelns
  • 27.3 Systemsicherheit und Sicherheitskultur
    • 27.3.1 Ansätze organisationaler Faktoren
    • 27.3.2 Sicherheitskulturansätze
    • 27.3.3 Instrumente zur Implementierung einer Sicherheitskultur und zur Erhöhung der Systemsicherheit

  • Arbeitssicherheit beschäftigt sich mit den Gefahren und Gefährdungen in der Arbeitswelt und den Strategien, um diese abzuwenden bzw. zu bewältigen.
  • Arbeitsunfälle sind Ausdruck mangelnder Arbeitssicherheit und lassen sich meist auf mehrere Ursachen zurückführen, die nach personengebundenen, organisatorischen und technischen Unfallursachen klassifiziert werden können.
  • Zur Aufklärung und Verhütung von Unfällen ist ein systematisches Vorgehen erforderlich, das Schritte der Unfallanalyse, Ableitung von Schutzzielen, Planung und Durchführung von Maßnahmen sowie eine Erfolgskontrolle beinhaltet.
  • Unfallverhütungsmaßnahmen lassen sich einteilen in Maßnahmen zur Beseitigung der Gefahr, Trennung von der Gefährdung, Abschirmung oder Verringerung der Gefährdung sowie verhaltensbezogene Anpassung an die Gefährdung.
  • Individuelle Einflussfaktoren sicherheitskritischen Verhaltens sind das Alter, geringe Verträglichkeit, negative Affektivität, externale Kontrollorientierung sowie Neigungen zu aggressivem und impulsivem Verhalten.
  • Als organisationale Faktoren sicherheitskritischen Verhaltens wurden insbesondere Stresssituationen, hoher Leistungsdruck, eine ungünstig ausgeprägte Sicherheitskultur sowie unangemessene Teamnormen identifiziert.
  • Das Handeln in gefährlichen Situationen wird durch die Wahrnehmung und Erkennung von Gefahren anhand von Gefahrenindikatoren und die Beurteilung von Risiken bzw. das daraus folgende Risikoverhalten geprägt.
  • Arbeitsunfälle entstehen zu einem hohen Prozentsatz durch fehlerhaftes Handeln, wobei zwischen fertigkeitsbasierten, regelbasierten und wissensbasierten Fehlern sowie Regelverletzungen unterschieden wird.
  • Systemsicherheit wird nicht nur als Zustand, sondern als Leistung eines organisationalen Systems verstanden, die aktiv durch bestimmte Führungsstrukturen und -praktiken erzeugt werden kann.
  • Systemsicherheit in Systemen mit hohen Gefährdungspotenzialen wird insbesondere durch latente Fehler, die meist sicherheitsrelevante organisationale Schwachstellen betreffen, gefährdet.
  • Eine effektive Sicherheitskultur kann durch ein funktionierendes Berichtssystem, ein gerechtes und transparentes Sanktionssystem sicherheitskritischen Verhaltens, die Fähigkeit zur flexiblen Anpassung an schwierige Prozessbedingungen sowie eine auf allen Ebenen entwickelte Lernkultur gestaltet werden.

Material

In Kürze
Zusammenfassung des Kapitels
Glossar
Die wichtigsten Fachbegriffe schlüssig erklärt
Memocards
Lernen Sie mit unseren Memocards die wichtigsten Begriffe der Arbeits- und Organisationspsychologie
Memocards Deutsch/Englisch
Man spricht Englisch - zumindest in der Wissenschaft: Hier können Sie die Übersetzungen der wichtigsten Fachbegriffe lernen.
Links
Was es sonst noch so gibt in der schönen neuen World Wide Welt der Arbeits- und Organisationspsychologie.