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9. Psychoneuroimmunologie
In Kürze
Das Immunsystem schützt vor- eindringenden Fremdstoffen,
- Bakterien und Viren,
- Entgleisungen des genetischen Apparates.
Leukozyten entstehen im
- Knochenmark und
- lymphatischen Gewebe.
Unspezifische zelluläre Immunität
- ist angeboren;
- vernichtet unterschiedliche Fremdkörper.
Spezifische Immunität
- wird erworben;
- benötigt Konfrontation mit körperfremden Antigenen.
Antikörper
- sind Eiweißmoleküle (Immunglobulin);
- werden im Blut oder an Leukozyten als Reaktion auf Antigene gebildet;
- machen durch Antigen-Antikörper-Bindung das Antigen unschädlich;
- benötigen in der Regel Tage zur Bildung und Wirkung;
- können durch Impfung zur Bildung angeregt werden.
Kommunikation von Nervensystem und Immunsystem erfolgt
- direkt über das autonome NS,
- direkt über das Hormonsystem,
- indirekt über Verhaltensvariablen (z. B. Laufen, Überessen).
Als synaptische Überträger und Modulatoren fungieren
- Tachykinine,
- Katecholamine,
- Zytokine.
Die Kommunikation zwischen Immunsystem und ZNS erfolgt im/in
- Hypothalamus,
- limbischen System,
- Kortex,
- Regionen, die die zirkadiane Periodik steuern,
- Steuerregionen des autonomen NS und der Emotionen.
Verhalten und Immunsystem beeinflussen sich in beide Richtungen wechselseitig über
- klassische Konditionierung mit Lernen von Unterdrückung oder Verstärkung einzelner Elemente des Immunsystems (z. B. Konditionierung der Abstoßungsreaktion),
- instrumentelles Lernen von Verhaltensweisen, die die Immunbalance fördern,
- kompensatorische klassische Konditionierung von Gegensatzreaktionen,
- Stress,
- Depression und Angst,
- soziale Einflüsse.
Pathologische Prozesse, die psychoimmunologisch (mit)verursacht oder beeinflusst werden, sind
- Verlauf von AIDS,
- Krebsausbreitung,
- Tumorwachstum.
Autoimmunerkrankungen, die oft als psychosomatisch bezeichnet werden, sind
- Lupus erythematodes,
- Asthma bronchiale,
- Alzheimer-Erkrankung (Ausbruch).