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1. Was ist Biologische Psychologie?
In Kürze
- Die Biologische Psychologie untersucht die Zusammenhänge zwischen Verhalten und den physiologischen Vorgängen des Körpers.
- Die Physiologische Psychologie als Subdisziplin der Biologischen Psychologie befasst sich wie die Neuropsychologie mit der Beziehung zwischen Gehirn und Verhalten.
- Die Geschichte der Biologischen Psychologie in den deutschsprachigen Ländern ist durch Pionierleistungen in der Forschung bis 1933 gekennzeichnet. Von 1933 bis 1945 mussten die prominenten Vertreter der Biologischen Psychologie emigrieren; das Fach erholt sich im internationalen Vergleich nur langsam von diesem Schlag.
- Nach dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) war die Entwicklung der Biologischen Psychologie vorerst durch die Konzeption von »unspezifischen« Hirnsystemen, verantwortlich für Bewusstsein und Verstärkungslernen, gekennzeichnet.
- In den letzten 40 Jahren rückte eine neurochemische und molekulare Sichtweise der Nervenvorgänge und des psychischen Erlebens in den Vordergrund.
- Durch die Entwicklung neuer nichtinvasiver Messmethoden der Hirntätigkeit (»Neuro-Imaging«) wird aber wieder zunehmend klar, dass eine rein »atomistisch- molekulare« Betrachtungsweise der Hirntätigkeit zur Erklärung von Verhaltensweisen nicht ausreicht.
- Die Neurowissenschaften haben das Leib-Hirn-Seele- Problem zwar nicht gelöst oder nicht lösen wollen, aber klar aufweisen können, dass psychische Vorgänge und Verhalten vollständig von den elektrochemischen Prozessen des Gehirns abhängig sind.
- Neuronale Zellensembles aus vielen erregend miteinander verschalteten Nervenzellen, die an bestimmten dynamischen Knotenpunkten des Gehirns lokalisiert sind, liegen Denken und Verhalten zugrunde.