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22. Zirkadiane Periodik, Schlaf und Traum
In Kürze
Zirkadiane PeriodikDie zirkadiane Periodik von ungefähr 24 h
- wird von endogenen Oszillatoren erzeugt;
- wird durch helles Licht beeinflusst (mitgenommen);
- wird vom Nucleus suprachiasmaticus (SCN) dem Gehirn und Körper »aufgezwungen«;
- hängt von rhythmischer Genexpression ab;
- ist mit endokrinen und psychologischen Rhythmen gekoppelt;
- wird durch Nacht- und Schichtarbeit und Überfliegen von Zeitzonen gestört.
Elektroenzephalogramm und REM
Das Elektroenzephalogramm und schnelle Augenbewegungen (REM, »rapid eye movements«) erlauben
- Einteilung der Schlafstadien,
- Messung des 90-min-»Basic-rest-activity-cycle« (BRAC),
- Abgrenzung von SWS (»slow wave sleep«) beim Einschlafen und der darauf folgenden REM-Phase mit schnellem EEG, REM und Muskelatonie (= 1 BRAC),
- Messung der 4 - 6 Wiederholungen einer BRAC-Periode in einer Nacht.
REM-Schlaf
- ist vor der Geburt und in Entwicklung maximal;
- führt zu Erregungsentladungen in subkortikalen und kortikalen Systemen (PGO);
- geht mit aktiven Träumen einher;
- wird von cholinergen subkortikalen Kerngruppen erzeugt;
- wird von aminergen subkortikalen Kerngruppen gehemmt.
SWS
- ist homöostatisch organisiert;
- akkumuliert mit Anwachsen von Adenosin während Wachheit;
- wird von hypothalamischen und subkortikalen Kernen erzeugt;
- ist im Alter reduziert.
Träumen
- tritt in allen Schlafstadien auf;
- ist während REM bizarr und aktiv;
- geht mit Hemmung der primären Projektionsareale und des dorsolateralen Frontalkortex einher;
- ist am Beginn der Nacht eher abstrakt-gedankenartig.
SWS und REM sind
- lebensnotwendig;
- durch Schlafmittel störbar;
- durch psychologische und medizinische Krankheiten praktisch immer gestört.
Schlafstörungen bestehen aus
- Ein- und Durchschlafstörungen,
- Hypersomnien mit exzessiver Tagesmüdigkeit.