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16. Moral
In Kürze
Inhalt
- 16.1 Moralische Kognitionen
- 16.1.1 Moralisches Denken des Kindes aus Sicht Jean Piagets
- 16.1.2 Erweiterung des Ansatzes Piagets durch Lawrence Kohlberg
- 16.1.3 Kritische Stimmen und Alternativmodelle
- 16.2 Moralische Emotionen
- 16.2.1 Affektive Ansätze vor der kognitiven Wende
- 16.2.2 Affektive Ansätze nach der kognitiven Wende
- 16.3 Moralisches Handeln
- 16.3.1 Die negative Perspektive: Unterdrückung verbotenen Verhaltens
- 16.3.2 Die positive Perspektive: Äußern prosozialen Verhaltens
- 16.4 Motivation moralischen Handelns
Worum geht's?
Ein Forschungsansatz im Bereich Moralität bezieht sich auf moralische Kognitionen. Er beschreibt und betont die Entwicklung des moralischen Urteils als Grundlage für moralisches Handeln sowie die Faktoren, die hierzu beitragen. Die Empathietheorie erweitert den Blick auf die moralische Entwicklung um emotionale Prozesse, die von den Vertretern der kognitiven Seite vernachlässigt worden sind. Eine Vielzahl von Studien konnte zeigen, dass empathisches Erleben einen beachtlichen Zusammenhang zu prosozialem Verhalten aufweist (Batson, Ahmad, Lishner & Tsang, 2005). Die Erforschung prosozialen Verhaltens im Sinne des Helfens oder Teilens ist erst zu Beginn der 1970er Jahre in den Fokus gerückt. Diese Ansätze, genau wie die soeben beschriebene Empathietheorie, betonen die aktive Rolle eines mit sozialen Kompetenzen ausgestatteten Individuums bei der Erarbeitung von und der freiwilligen Selbstbindung an moralische Prinzipien. Die in diesem Kapitel vorgestellten Ansätze beschäftigen sich mit unterschiedlichen Aspekten der moralischen Entwicklung, legen dabei ganz verschiedene Schwerpunkte auf Entwicklungsfaktoren und Einflussgrößen. Im letzten Abschnitt stellt sich die Frage, wie sich der Zusammenhang der Ansätze zum moralischen Handeln darstellt. Oder anders ausgedrückt: Was motiviert also moralisches Handeln?
Lernziele
- Entwicklungsstufen des moralischen Urteilens kennen.
- Die Rolle der sozialen Perspektivübernahme für das moralische Urteilen verstehen.
- Gerechtigkeits- und Fürsorgemoral differenzieren können.
- Moralische Emotionen und Empathiefähigkeit beschreiben können.
- Moralisches Handeln: Verbotsübertritte und prosoziales Verhalten gegenüberstellen können.
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