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Qualitative Methoden

Quantitative Methoden sind nicht angemessen, wenn das Erleben des Menschen im Mittelpunkt der Untersuchung steht. Der Monismus quantitativer Forschung, d.h. die Auffassung, dass alle Gegenstände, etwa das Erleben von Arbeitslosigkeit ebenso wie die Mechanismen der Kältewahrnehmung auf der Haut, durch dieselbe wissenschaftliche Methode erfassbar sind und auch erfasst werden sollen, steht im Gegensatz zum Dualismus qualitativer Forschung. Die dualistische Position beinhaltet die Forderung, dass die wissenschaftliche Methode an die Eigenschaften ihres Gegenstands angepasst, ihm angemessen sein sollte, so dass z.B. die Untersuchung, wie Menschen Arbeitslosigkeit erleben, andere Methoden erfordert als die Beantwortung der Frage, ob man bei der Prüfung besser abschneidet, wenn man beim Lernen Pausen macht. Die Forderung nach Gegenstandsangemessenheit ist Grundprinzip qualitativer Forschung. Qualitative Forschung zeichnet sich dadurch aus, dass sie empirisch vorgeht, systematisch vorgeht, flexibel an den Forschungsgegenstand angepasst ist und die Rekonstruktion von Bedeutung in den Mittelpunkt stellt. Nach inhaltlichen Gesichtspunkten lässt sich zwischen qualitativer Forschung zur Rekonstruktion von »Innensicht« und zur Rekonstruktion von Strukturen unterscheiden.