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8. Biopsychologische Grundlagen
C. Kirschbaum, M. Heinrichs
In Kürze
In den meisten Lehrbüchern zur Klinischen Psychologie und Psychotherapie wird auf ein biopsychologisches Kapitel verzichtet. Warum sollen wir uns mit biologischen Grundlagen herumschlagen, wenn unsere Methoden der Diagnostik und Therapie letztlich psychologischer Art sind? Ist das Verständnis des Zusammenhangs biologischer Vorgänge nicht doch Sache der Medizin? Solche Fragen klingen immer noch nicht ganz abwegig - aber viele Erkenntnisse aus den Bio- und Neurowissenschaften kommt unmittelbare Relevanz für die Klinische Psychologie zu. So helfen uns beispielsweise neuere Erkenntnisse zur Rolle von Hippocampus und Amygdala in der Verarbeitung traumatischer Erfahrungen die Entstehung und Aufrechterhaltung einer posttraumatischen Belastungsstörung besser zu verstehen. Für die Beurteilung von Ursache sowie Entstehung und Verlauf unterschiedlicher Störungsbilder ist ein Gesamtverständnis der biopsychosozialen Zusammenhänge inzwischen unverzichtbar. Sie erhalten in diesem Kapitel einen Überblick über die vier wichtigsten physiologischen Systeme. Nur unter Berücksichtigung dieser fundamentalen biologischen Grundlagen können psychische Störungen und deren Behandlung angemessen betrachtet und verstanden werden.
- 8.1 Biopsychologie und Klinische Psychologie
- 8.2 Anatomie und Funktion des Nervensystems
- 8.2.1 Organisation des Nervensystems
- 8.2.2 Zellen des Nervensystems
- 8.2.3 Informationsübermittlung im Nervensystem
- 8.2.4 Das zentrale Nervensystem
- 8.2.5 Das autonome Nervensystem
- 8.3 Endokrinologische Grundlagen
- 8.3.1 Endokrine Drüsen und Hormone
- 8.3.2 Hormonrezeptoren
- 8.3.3 Steuerung der Hormonproduktion und Hormonfreisetzung
- 8.4 Immunologische Grundlagen
- 8.4.1 Erste Abwehrreihe: Physische Barrieren
- 8.4.2 Zweite Abwehrreihe: Angeborene Immunität
- 8.4.3 Dritte Abwehrreihe: Adaptive Immunität
- 8.4.4 Psychoneuroimmunologie
- 8.5 Gene und Verhalten