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3. Soziale Wahrnehmung und Attribution

Soziale Wahrnehmung - Attributionstheorie - Soziale Wahrnehmung und soziale Wirklichkeit

In Kürze

  • 3.1 Einleitung
  • 3.2 Soziale Wahrnehmung
  • 3.3 Attributionstheorie
  • 3.4 Soziale Wahrnehmung und soziale Wirklichkeit

 

  • Die Personenwahrnehmung wird sowohl durch die Form als auch durch den Inhalt von Informationen beeinflusst, und nicht alle Informationen werden gleich gewichtet.
  • Manche Arten von Informationen (z.B. der Aufbau eines Gesichts) werden als unmittelbare Indikatoren der Persönlichkeit wahrgenommen; und einigen Arten von Informationen wird ein starkes Gewicht beigemessen (z.B. die als Erstes dargebotene Information und die »zentralen« Persönlichkeitsmerkmale), aber selten in allen Situationen.
  • Eine Kausalattribution wird durch allgemeines Vorwissen geformt, so wie es etwa in der Theorie der korrespondierenden Schlussfolgerungen und in der Kovariationstheorie angenommen wird. Aber wir haben nicht immer Zugang zu diesen Informationen, und es wird auch Spezialwissen genutzt.
  • Schlussfolgerungen über die Ursachen der Leistung beeinflussen die Motivation, und damit zusammenhängende interne, stabile und globale Attributionen für Hilflosigkeit verschlimmern eine Depression.
  • Attributionen in Bezug auf innere Symptome können die Interpretation einer emotionalen Erfahrung verändern.
  • Wenn man Attributionen zu den Ursachen des Verhaltens vornimmt, bekommen wie bei der Personenwahrnehmung nicht alle Informationen das gleiche Gewicht; dabei haben kausale Informationen, die salient (= auffällig, herausstehend, ins Auge springend) sind, einen besonders starken Einfluss.
  • Es wurden verschiedene Verzerrungen gefunden, die zeigen, wo allgemeine Theorien an ihre Grenzen stoßen. Dies sorgt dafür, dass die Theorien stärker damit in Einklang gebracht werden, wie Attributionen im Alltag vorgenommen werden.
  • Menschen in individualistischen Gesellschaften neigen dazu, die personenbezogenen Ursachen des Verhaltens zu überschätzen (Korrespondenzverzerrung), aber diese Korrespondenzverzerrung ist weder unvermeidlich noch unkontrollierbar.
  • Unterschiede in Bezug auf die Attributionen der Handelnden und der Beobachter gehen teilweise, aber nicht vollständig auf ihre unterschiedlichen Wahrnehmungsperspektiven zurück.
  • An einigen Fällen von selbstwertdienlichen Verzerrungen sind motivationale Faktoren beteiligt.
  • Zu Attributionen kommt es typischerweise im Kontext eines Gesprächs, und sie sind anfällig für die Anforderungen im Gespräch.
  • Obwohl sich Menschen manchmal wie naive Wissenschaftler verhalten, nehmen sie Attributionen in einer Weise vor, die von strategischer Bedeutung für die Ziele der sozialen Interaktion ist und einer Vielfalt rhetorischer Zwecke dient.

Material

In Kürze
Zusammenfassung des Kapitels
Glossar
Die wichtigsten Fachbegriffe schlüssig erklärt
Memocards
Lernen Sie mit unseren Memocards die wichtigsten Begriffe der Sozialpsychologie
Memocards Deutsch/Englisch
Man spricht Englisch - zumindest in der Wissenschaft: Hier können Sie die Übersetzungen der wichtigsten Fachbegriffe lernen.
Verständnisfragen
Haben Sie den Stoff schon drauf? Hier können Sie Ihr Wissen überprüfen.
MC-Quiz (1/1)
Lesen, lernen und jetzt in unseren Multiple-Choice-Quiz das Kreuzchen an der richtigen Stelle machen.
Links
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