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5. Klassische Testtheorie (KTT)
In Kürze
Ausgangspunkt der Annahmen der Klassischen Testtheorie, die in einem ersten Teil dieses Kapitels behandelt werden, ist die Die meisten auf dem Markt befindlichen psychologischen Tests und Fragebogen basieren auf den Annahmen der KTT theoretische Zerlegung eines beobachteten Testergebnisses in einen wahren Wert, der die tatsächliche Merkmalsausprägung einer Person repräsentiert, und einen zufälligen Fehlerwert. Letzterer steht im Mittelpunkt der Betrachtungen, weshalb mitunter auch von einer „Messfehlertheorie" gesprochen wird. Die meisten auf dem Markt befindlichen psychologischen Tests und Fragebogen basieren auf den Annahmen der KTT, was eine intensive Auseinandersetzung mit ihnen erforderlich macht.
Des Weiteren stellt sie die Verstehensgrundlage wichtiger Konzepte innerhalb der Testtheorie und Testkonstruktion dar, wie der Reliabilität (Zuverlässigkeit) eines Tests als eines der wichtigsten Testgütekriterien oder des Standardmessfehlers, der die Beurteilung erlaubt, mit welcher Genauigkeit ein Testwert die wahre Merkmalsausprägung einer Person widerspiegelt. Diese Konzepte sind ebenfalls Gegenstand dieses Kapitels.
Inhalt
- 5.1 Einleitung
- 5.2 Axiome der Klassischen Testtheorie
- 5.3 Bestimmung des wahren Testwertes τv (»true score«)
- 5.4 Bestimmung der wahren Varianz und der Fehlervarianz
- 5.5 Das Gütekriterium der Reliabilität
- 5.6 Standardmessfehler und Konfidenzintervall für τv
- 5.7 Grenzen und Schwächen der Klassischen Testtheorie